pro grün fordert Glyphosatverbot

pro grün hat mit Carsten Linnemann (MdB - CDU) und Burkhardt Bliener (MdB - SPD) vor Weihnachten Gespräche geführt und sie aufgefordert, sich bei den anstehenden Sondierungs- und Koalitionsgesprächen für ein Verbot glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. 

Pressemitteilung pro grün 

Pro grün fordert Linnemann und Blienert auf, sich für ein                      Glyphosatverbot einzusetzen 

Pro grün hat vor Weihnachten Gespräche mit den heimischen Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann und Burkhardt Blienert geführt und sie aufgefordert, sich bei den anstehenden Koalitionsgesprächen in Berlin für ein Verbot glyphosathaltiger Herbizide einzusetzen. 

In Anbetracht der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als kritisch angesehenen Folgen für die menschliche Gesundheit und dem mit Sicherheit weiter voranschreitenden Artensterben bei Fortsetzung der Verwendung glyphosathaltiger Herbizide“ so pro grün Vorsitzender Dieter Dubisch, „sollten die folgenden Forderungen Gegenstand der Koalitionsverhandlungen werden“: 

· Nach einer Übergangsfrist von etwa drei Jahren – ähnlich wie Frankreich - gilt absolutes Verbot von glyphosathaltigen Herbiziden.

· Nur die gewerblichen Landwirtschaft darf  Glyphosat in dieser Übergangszeit verwenden, um den Landwirten eine angemessene Frist zur Umstellung auf weniger umweltschädliche Bewirtschaftungsformen zu ermöglichen.

· Auch in der Landwirtschaft sollte bereits jetzt ein Einsatzverbot von Glyphosat als Erntehilfsmittel (Sikkation) in Kraft treten.

· Die Anwendung von Glyphosat in Deutschland sollte auf allen Gebieten außerhalb der Landwirtschaft, auch etwa bei der Deutschen Bahn am Gleisbett oder auf Bahndämmen, sofort verboten werden. 

Um sicher zu stellen, dass Glyphosat nicht mehr in Hausgärten, auf Wegen usw. von Privatpersonen verwandt wird, sollte es sofort aus dem freien Handel genommen werden und für die Übergangsfrist nur noch von Landwirten erworben werden können. 

Pro grün erwartet, dass sich unsere heimischen Bundestagsvertreter diese Forderungen zu eigen machen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei den Sondierungs- und Koalitionsgesprächen für ihre Umsetzung einsetzen. „Burkhardt Blienert könnte,“ so Fritz Buhr, „seine Parteifreundin  Barbara Hendricks daran erinnern, dass sie sich im Kabinett klar gegen eine Verlängerung des Glyphosateinsatzes ausgesprochen hat.“

Dieter Dubisch

 


  

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